Algen im Aquarium bestimmen
8 Algenarten im direkten Vergleich – Farbe, Ursache, Zeitrahmen und was wirklich hilft. Aus 10+ Jahren eigener Aquascaping-Praxis in Berlin.
Algen – das Symptom, nicht das Problem
Wenn Algen auftauchen, ist das kein Pech. Es ist ein Signal – und das ist eigentlich gut.
Nach über 10 Jahren Aquascaping habe ich gelernt: Algen entstehen nicht zufällig. Jede Algenart hat eine konkrete Ursache – meistens zu wenig oder zu schwankendes Co2, ein Nährstoffungleichgewicht oder eine falsche Beleuchtungsdauer. Wer die Alge richtig identifiziert, kennt sofort die Ursache und kann gezielt handeln.
Auf dieser Seite zeige ich dir, wie du die häufigsten 8 Algenarten bestimmst, erkennst und langfristig loswirst – ohne Chemie-Overkill und ohne Frust.
Bei allen Algenarten kannst du in Ruhe analysieren – außer bei Blaualgen (Cyanobakterien). Die können Giftstoffe produzieren. Hier sofort handeln: Strömung verbessern, H₂O₂ 3% einsetzen, Ursache beseitigen.
90 % aller Algenprobleme im Aquascaping haben eine Co2-Ursache. Stabiles, ausreichendes Co2 ist der wirksamste Algen-Schutz, den es gibt. Mehr dazu: Co2 im Aquarium – warum es so wichtig ist.
Otocinclus, Siamesische Rüsselbarben, Amano-Garnelen und Neritenschnecken fressen die meisten Algenarten zuverlässig weg. Meine Algenfresser-Empfehlungen.
Vergleichstabelle: Alle Algenarten auf einen Blick
Erkenne deine Alge in 30 Sekunden – Farbe, Hauptursache, Zeitrahmen und Schwierigkeitsgrad im direkten Vergleich.
| Algenart | Farbe / Aussehen | Hauptursache | Zeitrahmen | Schwierigkeitsgrad |
|---|---|---|---|---|
| 🌿 Fadenalgen | Hellgrün bis dunkelgrün, fädig | Co2-Mangel, Schwankungen, Einlaufphase | 1–2 Wochen | Leicht |
| 🖌️ Pinselalgen / Bartalgen | Gelblich-grau, büschelig, weich | Co2-Schwankungen, organische Abfälle | 2–4 Wochen | Mittel |
| ☣️ Blaualgen (Cyano) | Rotbraun, schleimig, Geruch | Nährstoffarmut, Strömung, Phosphat, Sonne | 3–7 Tage (mit H₂O₂) | ⚠️ Sofort handeln! |
| 🟤 Kieselalgen (Diatomeen) | Braun, wischbar, pudrig | Silikat, Einlaufphase | 4–8 Wochen (selbst) | Warten |
| 🫧 Schleimalgen / Grünfaum | Hellgrün, Schleier, gallertartig | Zu viel Licht, Phosphat | 1–2 Wochen | Leicht |
| 🖤 Büschelrotalgen (BBA) | Dunkelrot bis schwarz, steif | Co2-Schwankungen (nachts) | 3–6 Wochen | Hartnäckig |
| 💚 Staubalgen / Grünes Wasser | Grasgrüne Trübung | Sonnenlicht + Nährstoffe | 3–5 Tage (Black-Out) | Mittel |
| 🔴 Thorea Rotalge | Rotbraun, verzweigt, buschig | Co2-Mangel, starke Strömung | 4–8 Wochen | Hartnäckig |
Fadenalgen
Cladophora / Spirogyra – die häufigste Alge im Einsteiger-Aquarium
Fadenalgen sind die ersten Algen, die fast jeder Aquascaper kennt. Sie wachsen als grüne, fädige Strukturen – oft zuerst an den Düsen, auf Pflanzenblättern oder am Hardscape. Fadenalgen entstehen fast immer durch Co2-Mangel oder starke Co2-Schwankungen.
Wichtig zu wissen: Fadenalgen kommen auch in der Einlaufphase vor, weil das Gleichgewicht des Aquariums noch nicht eingependelt ist. Die Pflanzen wachsen noch nicht stark genug, um alle Nährstoffe zu verbrauchen – und Algen nutzen das aus. Das ist normal und kein Zeichen für einen grundsätzlichen Fehler.
Meine erste Maßnahme: Co2-Versorgung prüfen. Läuft der Dauertest auf Gelb-Grün? Wenn nicht – mehr Co2. Dann Easy Carbo täglich dosieren. Fadenalgen verschwinden damit innerhalb von 1–2 Wochen zuverlässig.
Grün, fädig, können sich um Pflanzen wickeln. Einzelne Fäden oder dichte Büschel. Lassen sich abwickeln (Stab rein, drehen).
Co2-Mangel, Co2-Schwankungen, Einlaufphase, zu viel Licht bei wenig Co2, zu viel Phosphat im Verhältnis zu Stickstoff.
Co2 erhöhen und stabilisieren, Easy Carbo täglich dosieren, Amano-Garnelen einsetzen, Wasserwechsel erhöhen.
Easy Carbo ist flüssiges Co2 – es hemmt Algenwachstum direkt und versorgt Pflanzen gleichzeitig mit Kohlenstoff. Ich dosiere es morgens direkt nach dem Licht angeht – dann haben die Pflanzen sofort Co2 zum Fotosynthese-Start. Standarddosierung: 1 ml pro 50 Liter täglich. Mit einer Dosierpumpe geht das vollautomatisch. Nicht überdosieren – Garnelen und empfindliche Pflanzen reagieren negativ auf zu hohe Mengen.
Pinselalgen / Bartalgen
Staghorn-Algen – wachsen bevorzugt auf Blatträndern und Hardscape
Pinselalgen sehen aus wie kleine, grau-gelbliche Büschel – ein bisschen wie winzige Pinsel, daher der Name. Sie wachsen bevorzugt auf Blatträndern, an Hardscape-Kanten und an Stellen mit stärkerer Strömung. Sie sind weich und lassen sich leicht abzupfen.
Die häufigste Ursache: Co2-Schwankungen – besonders nachts, wenn der Co2-Wert absinkt. Aber es gibt noch einen weiteren wichtigen Faktor, den viele vergessen: organische Abfälle im Bodengrund oder im Filter. Wenn der Bodengrund nicht regelmäßig abgesaugt wird und sich Mulm ansammelt, bieten diese Nährstoffquellen Pinselalgen ideale Wachstumsbedingungen.
Auch eine mangelnde Aquariumhygiene begünstigt Pinselalgen: ein schlecht gespülter Filter, zu lange Wasserwechselintervalle oder übrig gebliebenes Futter am Boden. Bei mir war das Co2 in Ordnung – aber sobald ich den Filter intensiv gereinigt habe und regelmäßig den Bodengrund abgesaugt habe, sind die Pinselalgen deutlich zurückgegangen.
Gräulich-grüne, büschelige Strukturen auf Blättern und Hardscape. Weich, leicht abzuzupfen. Typisch: an Blattkanten und Co2-Diffusor-Bereich.
Co2-Schwankungen, organische Abfälle im Bodengrund, schlechte Filterhygiene, zu viel Futtereintrag, unregelmäßige Wasserwechsel.
Co2 stabilisieren, Filter reinigen, Bodengrund regelmäßig absaugen, weniger füttern, Easy Carbo, Wasserwechsel erhöhen.
Ich reinige meinen Außenfilter alle 6–8 Wochen. Nicht zu oft (das zerstört die Bakterienkultur) – aber auch nicht selten. Den Bodengrund sauge ich bei jedem Wasserwechsel (1x wöchentlich) leicht ab. Das allein hat bei mir die Pinselalgen-Rate um 70 % reduziert.
Blaualgen (Cyanobakterien)
Keine echten Algen – sondern Bakterien. Der einzige Sofort-Handlungsfall.
Cyanobakterien sind streng genommen keine Algen, sondern Bakterien. Sie können Toxine (Cyanotoxine) produzieren, die für Fische, Garnelen und sogar Menschen schädlich sein können. Bitte sofort handeln – nicht abwarten.
Blaualgen erkennst du sofort: Eine rotbraun-schleimige Schicht, die sich über den Bodengrund, Pflanzen und Deko legt. Sie riecht unangenehm modrig. Wenn du sie aufwirbelst, löst sie sich in Fetzen ab.
Klassische Ursachen sind Nährstoffarmut (zu wenig Nitrat) bei gleichzeitig schwacher Strömung in bestimmten Bereichen des Beckens. Aber es gibt weitere Auslöser, die ich aus eigener Erfahrung kenne:
Übermäßiges Düngerangebot und direktes Sonnenlicht, das ins Aquarium einstrahlt, können Blaualgen begünstigen. Direkte Sonneneinstrahlung ist ein Faktor, der oft übersehen wird – das Aquarium sollte nie direktem Sonnenlicht ausgesetzt sein.
Bei mir persönlich kamen Blaualgen immer dann, wenn ich mit Phosphat gedüngt habe – besonders wenn ich es mit der Dosierung übertrieben habe. Auch bei einem frisch eingerichteten Becken mit normalem Start bin ich mehrfach in das Problem gelaufen, wenn ich zu wenig Wasserwechsel gemacht habe. Frische Setups brauchen in den ersten 4–6 Wochen intensive Pflege: täglich bis jeden zweiten Tag 30–50 % Wasserwechsel.
Rotbraun-schleimige, blaugrüne oder grün-blaue Schicht, löst sich in Fetzen ab, unangenehmer modrig-erdiger Geruch. Bevorzugt schattige Stellen mit schwacher Strömung.
Schwache Strömung, Nährstoffungleichgewicht (zu wenig NO₃), zu viel Phosphat, direktes Sonnenlicht, frisches Becken mit zu wenig Wasserwechsel, übermäßige Düngung.
H₂O₂ 3% direkt auf betroffene Stellen (Filter kurz aus), Strömung verbessern, Wasserwechsel täglich, Easy Carbo, ggf. 3-Tage-Blackout.
Ich habe Blaualgen mehrmals gehabt – und fast immer war der Auslöser derselbe: zu viel Phosphat oder ein frisches Setup mit zu wenig Wasserwechsel. Die ersten Wochen nach dem Einrichten sind kritisch. Seitdem mache ich in den ersten 6 Wochen täglich oder jeden zweiten Tag einen 30–50 %-Wasserwechsel. Das klingt viel – aber es verhindert Blaualgen zuverlässig und führt das Becken schnell in ein stabiles Gleichgewicht.
Bei Phosphat-Düngung: lieber vorsichtig anfangen und langsam steigern. Ein Phosphat-Testkit hilft, den Wert im Blick zu behalten.
Kieselalgen (Diatomeen)
Die Einlaufphase-Alge – fast immer harmlos und selbst verschwindend
Kieselalgen sind der Klassiker beim Aquarium-Start. Diese braunen, pudrig-wischbaren Beläge erscheinen fast in jedem neu eingerichteten Becken – und sorgen bei Einsteigern oft für Panik. Die gute Nachricht: Sie sind völlig normal und verschwinden in der Regel von selbst, sobald das Aquarium biologisch eingespielt ist.
Kieselalgen benötigen Silikat als Baustoff für ihre Schale. In frischem Leitungswasser oder neuem Kies/Sand ist oft viel Silikat enthalten – das ist ihre Nahrungsquelle. Sobald das Silikat verbraucht ist, verschwinden sie.
Kieselalgen bilden sich besonders gerne an Glasware und Lily Pipes, weil dort die Strömung oft am stärksten ist und das silikatreiche Wasser ständig vorbeifließt. Wenn du keine Fressfeinde hast, die die Kieselalgen abweiden, bauen sie sich stärker auf. Otocinclus-Welse und Neritenschnecken sind hier unschlagbar – sie putzen Glas und Rohre zuverlässig blank.
Brauner, pudrig-mattglänzender Belag. Lässt sich mit dem Finger oder einem Algenwischer leicht abwischen. Erscheint meist in den ersten 4–8 Wochen.
Silikat im Leitungswasser oder im neuen Substrat, Einlaufphase des Aquariums, starke Strömung an Glasware, fehlende Fressfeinde.
Abwarten (4–8 Wochen), Otocinclus oder Neritenschnecken einsetzen, Silikat-Wert testen, ggf. Osmosewasser verwenden.
Wenn Kieselalgen nach 8–10 Wochen noch immer stark vorhanden sind, liegt möglicherweise dauerhaft erhöhter Silikat-Wert im Wasser vor. Dann hilft eine Osmoseanlage.
Schleimalgen / Grünfaum
Hellgrüner Schleier – ein Zeichen für zu viel Licht oder Phosphat
Schleimalgen oder Grünfaum erscheinen als hellgrüner, gallertartiger Belag auf dem Glas, dem Bodengrund oder auf Pflanzen. Sie haben eine schleimige Konsistenz und können das Wasser trüb grünlich erscheinen lassen.
Die Hauptursachen: zu lange Beleuchtungsdauer (mehr als 8 Stunden), ein zu hoher Phosphatwert oder eine Kombination aus beidem. Oft entsteht Grünfaum auch, wenn die Pflanzen nicht stark genug wachsen, um die eingebrachten Nährstoffe zu verbrauchen.
Meine Lösung: Beleuchtungsdauer auf 6–7 Stunden reduzieren, Phosphat-Wert testen, Schnitt-Intervall der Pflanzen verkürzen. Innerhalb von 1–2 Wochen ist der Grünfaum weg.
Hellgrüner, gallertartiger Schleier auf Glas, Boden und Pflanzen. Wasser kann leicht grünlich trüb sein. Keine deutlichen Strukturen.
Zu viel Licht (Dauer > 8h), zu hoher Phosphatwert, langsam wachsende Pflanzen, Co2-Mangel, Nährstoffüberschuss.
Beleuchtungsdauer kürzen, Wasserwechsel erhöhen, Phosphat testen, Easy Carbo, schnell wachsende Pflanzen ergänzen.
Büschelrotalgen (BBA / Brush Algae)
Dunkelrote bis schwarze, starre Borsten – die hartnäckigste Co2-Alge
BBA (Black Brush Algae / Büschelrotalgen) sind die wohl bekanntesten und hartnäckigsten Algen im Aquascaping. Sie wachsen als dunkelrote bis schwarze, steife Borsten auf Hardscape, Filter-Einläufen, langsam wachsenden Pflanzen und Co2-Diffusoren.
Die Ursache ist fast immer dieselbe: Co2-Schwankungen – besonders nachts. Wenn der Co2-Wert absinkt (weil die Anlage abgeschaltet ist oder weil das Becken nachts kaum Gasaustausch hat), steigt der pH-Wert – und BBA profitiert von genau diesem Moment.
H₂O₂ 3% ist das wirksamste Mittel gegen BBA. Direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen (Filter kurz abschalten), werden die Algen innerhalb von 24–48 Stunden rosa-weiß und sterben ab. Dann werden sie von Garnelen und anderen Bewohnern gefressen. Aber ohne Co2-Optimierung kommen sie zurück.
Dunkelrote bis schwarze, starre, kurze Borsten. Wachsen auf Hardscape, Filtereinläufen, langsam wachsenden Pflanzenblättern. Nicht abwischbar – müssen mechanisch entfernt werden.
Co2-Schwankungen (besonders Nacht), instabiler Co2-Wert, zu geringe Co2-Konzentration für die Pflanzenmasse, Filter-Einlass-Strömung.
H₂O₂ 3% direkt auf BBA, Co2 stabilisieren und ausreichend dosieren, ggf. Co2-Nachtabsenkung minimieren, Siamesische Rüsselbarben einsetzen.
Filter für 15–20 Minuten ausschalten. H₂O₂ 3% mit einer kleinen Spritze oder Pumpe direkt auf die BBA-Stellen aufbringen. Darauf warten, dass sich eine leichte Bläschenbildung zeigt – das ist normal. Nach 15–20 Minuten Filter wieder anschalten. Die BBA wird innerhalb von 24–48 Stunden rosa-weiß. Dann werden sie von Garnelen abgefressen oder können mechanisch entfernt werden.
Dosierung: maximal 1 ml H₂O₂ 3% pro 10 Liter Aquarienwasser – und das nur gezielt, nicht ins gesamte Becken kippen. Garnelen und empfindliche Fische reagieren negativ auf zu hohe Konzentrationen.
Staubalgen / Grünes Wasser
Schwebende Einzeller – das Aquarium sieht aus wie Erbsensuppe
Wenn das Wasser plötzlich grün und undurchsichtig wird – wie Erbsensuppe – dann hast du Staubalgen (schwebende Grünalgen / Phytoplankton). Diese Einzeller sind sehr klein und können durch normale Filterung nicht entfernt werden.
Ursache ist fast immer: direktes Sonnenlicht trifft auf das Becken, kombiniert mit hohem Nährstoffgehalt. Auch starke LED-Beleuchtung mit zu langen Phasen kann Staubalgen triggern.
Die einfachste und wirksamste Methode: 3–5 Tage Blackout. Das Aquarium komplett abdunkeln (Folie drüber), Filter weiterlaufen lassen, kein Licht. Die Einzeller verhungern. Danach großen Wasserwechsel und Ursache beseitigen.
Grün-trübes Wasser, keine Sicht auf die Rückwand. Kein Belag auf Oberflächen – die Algen schweben frei im Wasser.
Direktes Sonnenlicht + Nährstoffe, zu lange Beleuchtungsdauer, frisches Becken ohne ausreichende Bakterienkultur.
3–5 Tage Blackout (Folie über das Becken, Filter läuft), dann 50 % Wasserwechsel, Sonnenlicht-Einstrahlung verhindern, UV-Klärer als dauerhafter Schutz.
Thorea Rotalge (Thorea ramosissima)
Süßwasser-Rotalge – rotbraune, verzweigte Büschel in stark strömenden Bereichen
Die Thorea Rotalge (Thorea ramosissima) ist eine echte Süßwasser-Rotalge, die in deutschen Aquarien selten auftaucht – aber wenn sie da ist, ist sie hartnäckig. Sie wächst als rotbraune, weiche, verzweigte Büschel und erinnert optisch an eine sehr weiche Pinselbart-Alge oder an kleine Büsche.
Thorea ramosissima bevorzugt sauerstoffreiches Wasser mit starker Strömung – sie ist damit das Gegenteil von Blaualgen. Sie wächst bevorzugt an Filtereinlässen, Lily Pipes, Co2-Diffusoren und anderen Stellen mit direktem Wasserfluss.
Die Ursache ist meist ein Co2-Mangel bei gleichzeitig hohem Nährstoffgehalt. Wenn Co2 fehlt, nutzen Algen stattdessen Bicarbonat aus dem Wasser – und Rotalgen wie Thorea sind darin besonders effizient.
Mechanisches Entfernen hilft kurzfristig. Langfristig: Co2 ausreichend und stabil dosieren, Strömung im Becken optimieren, regelmäßige Wasserwechsel. Ich habe einen eigenen Artikel zu dieser Rotalge geschrieben.
Rotbraune, weiche, verzweigte Büschel. Wächst in stark strömenden Bereichen: Filtereinlass, Lily Pipe, Diffusor. Weicher als BBA, aber ähnlich hartnäckig.
Co2-Mangel, starke Strömung, hoher Nährstoffgehalt, instabiler Co2-Wert, schlecht eingestellte Co2-Anlage.
Co2 stabilisieren und erhöhen, mechanisch entfernen, H₂O₂ lokal anwenden, Strömungsverteilung im Becken überprüfen.
Ich habe die Thorea ramosissima ausführlich untersucht und in einem eigenen Artikel beschrieben: Süßwasser-Rotalge Thorea ramosissima – alles was du wissen musst.
Thorea ramosissima gehört zu den wenigen echten Süßwasser-Rotalgen in deutschen Gewässern und Aquarien. In der Natur kommt sie in sauberen, sauerstoffreichen Fließgewässern vor. Wenn du sie in deinem Aquarium findest, ist das ein Zeichen dafür, dass dein Wasser sehr sauber ist – aber das Co2-Management noch nicht optimal läuft. Mehr im Thorea-Artikel →
Produkte zur schnellen Algenbekämpfung
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Häufige Fragen zu Algen im Aquarium
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Schau dir Farbe, Wuchsform und Konsistenz der Algen an. Fadenalgen sind grün und fädig, Kieselalgen braun und abwischbar, Blaualgen rotbraun-schleimig mit Geruch, BBA dunkelrot bis schwarz und borstenförmig (nicht abwischbar). Die Vergleichstabelle weiter oben auf dieser Seite hilft bei der schnellen Diagnose.
Kieselalgen (Diatomeen) sind in der Einlaufphase fast normal – sie verschwinden meistens von selbst nach 4–8 Wochen, sobald das Silikat im Wasser verbraucht ist. Auch Fadenalgen tauchen beim Start auf, weil das biologische Gleichgewicht noch nicht eingependelt ist. Regelmäßige Wasserwechsel helfen, die Einlaufphase zu verkürzen.
Cyanobakterien sind eigentlich Bakterien, keine Algen. Sie sehen aus wie eine rotbraun-schleimige Schicht mit modrigem Geruch. Sie können Cyanotoxine produzieren, die für Fische und Garnelen schädlich sein können. Das ist der einzige Algentyp, bei dem ich zum sofortigen Handeln rate: Strömung verbessern, H₂O₂ 3% einsetzen, tägliche Wasserwechsel, Phosphat kontrollieren.
Ja – Kieselalgen in der Einlaufphase verschwinden in den meisten Fällen von selbst, sobald das Silikat im Wasser verbraucht ist. Das dauert 4–8 Wochen. Otocinclus-Welse und Neritenschnecken beschleunigen den Prozess erheblich. Wenn Kieselalgen nach 8–10 Wochen noch immer stark vorhanden sind, liegt möglicherweise ein dauerhaft hoher Silikat-Wert im Leitungswasser vor – dann hilft eine Osmoseanlage.
H₂O₂ 3% direkt auf die BBA-Stellen aufgetragen (Filter kurz ausschalten) ist die schnellste Methode. Die BBA wird innerhalb von 24–48 Stunden rosa-weiß und stirbt ab. Aber ohne Co2-Optimierung kommen BBA zurück. Die Ursache – Co2-Schwankungen, vor allem nachts – muss beseitigt werden. Siamesische Rüsselbarben fressen BBA zuverlässig.
Die wichtigsten Maßnahmen: stabiles, ausreichendes Co2 (Dauertest auf Gelb-Grün), regelmäßige Wasserwechsel (1x wöchentlich), gute Strömungsverteilung, ausgewogene Düngung, ausreichend schnell wachsende Pflanzen und geeignete Algenfresser. Algen sind ein Symptom – meistens Co2-Mangel, Nährstoffungleichgewicht oder falsche Beleuchtung.
Thorea ramosissima ist eine echte Süßwasser-Rotalge mit rotbraunen, verzweigten Büscheln. Sie wächst in stark strömenden Bereichen bei Co2-Mangel. Bekämpfung: Co2 stabilisieren und ausreichend dosieren, mechanisch entfernen, lokal H₂O₂ anwenden. Ich habe einen eigenen Artikel: Thorea ramosissima – der vollständige Guide.
Standarddosierung: 1 ml pro 50 Liter täglich, morgens wenn das Licht angeht. Eine Dosierpumpe macht die Dosierung automatisch und präzise. Nicht überdosieren – Garnelen und empfindliche Pflanzen (z.B. Riccia, bestimmte Moose) reagieren negativ auf zu hohe Mengen. Ergebnis gegen Fadenalgen zeigt sich nach 1–2 Wochen.
Weiterführende Artikel für dein Aquarium
Alles, was du rund um Algenbekämpfung, Technik und Aquascaping noch wissen musst.
🦠 Algen & Algenbekämpfung
Der vollständige Bekämpfungs-Guide – mit konkreten Methoden für jede Algenart.
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