Was kann eigentlich alles falsch laufen beim Aquascaping?!
Meine größten Aquascaping Fehler 😨
Hier berichte ich, was meine größten Fehler im Aquascaping war, damit sie euch erspart bleiben.
Fehlende Planung und/oder Konzeption
Meine Fehler beim Aquascaping waren:
meine häufigsten Fehler beim Aquascaping waren:
Fehlende Planung/Konzept:
- Impulsiver Kauf von Pflanzen und Dekoration ohne Gesamtbild, kein klares Bild
- Keine klare Layout-Planung wie Iwagumi, Nature-Style oder Dutch-Style – keine planungs Systematik vorhanden
- Maßstab und Tiefenwirkung habe ich völlig unterschätzt. Große Steine standen zu weit vorne, kleine Details sind im Hintergrund untergegangen.
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Das Hardscape habe ich nicht trocken aufgebaut, sondern direkt im Becken rumprobiert. Heute weiß ich: Der “Trockenaubau” macht nicht nur Spaß, er spart auch Zeit und Nerven. Pro Tipp, alles in einem Dojo aufbauen und dann gut zusammenkleben.
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Ich habe zu viele verschiedene Elemente verwendet. Dadurch wirkte das Layout unruhig und überladen, statt klar und harmonisch.
Meine Ungeduld: 🙆♂️
Ungeduld ist beim Aquascaping ein echter Layout-Killer – das habe ich mehrfach schmerzhaft gelernt.
- Ich habe zu früh Fische und Garnelen eingesetzt, bevor das Becken biologisch stabil war. Das ist weder artgerecht noch stressfrei für die Tiere.
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Die Einlaufphase habe ich oft verkürzt oder gar nicht ernst genommen. Erst später habe ich Methoden wie den “Dark Start” entdeckt, die dabei helfen kann, die erste Algenphase zu verkürzen.
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In den ersten Wochen habe ich Wasserwechsel nicht konsequent genug gemacht. Die Quittung: Algen ohne Ende.
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Ich habe ständig im Becken herumgefummelt, Pflanzen umgesetzt und Deko verschoben. Dieses permanente Eingreifen hat das System eher destabilisiert, statt es zu verbessern.
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Beim Düngen war ich zu ungeduldig, weil Ergebnisse nicht sofort sichtbar waren – also habe ich schnell überdüngt und damit neue Probleme geschaffen 🙆♂️
Falsche Pflanzenauswahl:
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Ich habe Pflanzen hauptsächlich danach ausgesucht, wie sie aussehen, nicht ob sie zu meinen Wasserwerten, meiner Beleuchtung oder meinem Layout passen.
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Langsam und schnell wachsende Arten habe ich wild kombiniert, ohne mir zu überlegen, welche Funktion sie im Layout übernehmen sollen.
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Schattenpflanzen wie Anubias oder Bucephalandra habe ich teilweise voll ins Licht gesetzt. Dass sie das auf Dauer nicht mögen, habe ich später gemerkt.
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Ich habe zu wenig schnellwachsende Pflanzen eingesetzt, die Nährstoffe wegziehen und damit Algen vorbeugen.
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Emers gezogene Pflanzen habe ich einfach ins Becken gesetzt und erwartet, dass sie sofort loslegen. Dass sie Zeit brauchen, um sich an die submersen Bedingungen anzupassen, habe ich anfangs ignoriert – schade ums Geld.
Ungeeigneter Bodengrund/Hardscape:
- Ich habe zeitweise Bodengründe verwendet, die für stark bepflanzte Layouts ungeeignet waren, oder zu feinen Sand, der Nährstoffe blockiert.
- Das ist eins der wichtigsten Themen, der richtige Bodengrundaufbau im Aquascaping mit Aqua Soil
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Teilweise hatte ich zu wenig Soil im Becken, obwohl ich eigentlich einen dichten Pflanzenteppich wollte.
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Steine und Wurzeln habe ich manchmal so halbherzig platziert, dass sie nicht wirklich stabil waren. Mit Kleber zu arbeiten hat für mich später einen echten Unterschied gemacht.
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Übergänge zwischen Hardscape und Pflanzbereichen habe ich oft nicht klar gestaltet. Dadurch wirkte das Layout unfertig oder “abgeschnitten”.
Algenprobleme:
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Licht, CO2 und Nährstoffe waren bei mir oft nicht im Gleichgewicht. Entweder zu viel von allem oder halbgar eingestellt.
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Ich habe teilweise zu lange beleuchtet oder zu viel gefüttert. Beides sorgt dafür, dass Algen ideale Bedingungen bekommen.
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Schnellwachsende Pflanzen als Nährstoffkonkurrenz haben in vielen meiner ersten Layouts gefehlt.
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Wasserwechsel und Pflegeintervalle waren unregelmäßig. Mal habe ich extrem viel gemacht, dann wieder wochenlang nichts.
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Die Strömung war teilweise so schlecht eingestellt, dass es “tote Zonen” im Becken gab, in denen sich Schmutz und Nährstoffe gesammelt haben.
Falsche Technik:
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Die Beleuchtung war anfangs oft zu schwach oder von der Farbtemperatur ungünstig. Pflanzenwachstum und Farbwiedergabe haben darunter gelitten.
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Die Filterung war teilweise zu schwach für die Beckengröße, was zu Schmutzansammlungen und schlechter Strömung geführt hat.
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Bei der CO2-Zufuhr habe ich lange gebraucht, bis ich stabile Werte hinbekommen habe. Mal zu wenig, mal zu viel, mal komplett unregelmäßig.
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Technikgrößen habe ich unterschätzt – ein Filter, der “gerade so reicht”, ist selten eine gute Idee.
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Timer für Licht und CO2 habe ich anfangs gar nicht genutzt. Dadurch waren die Abläufe unregelmäßig, was weder Pflanzen noch Algen besonders gestört hat – aber leider immer zugunsten der Algen.
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Den Standort des Aquariums habe ich manchmal zu nah am Fenster gewählt. Direkte oder starke Sonneneinstrahlung hat die Algensituation noch verschärft.
- dir vor dem Start ein klares Layout-Konzept überlegst
- Geduld mitbringst und die Einlaufphase ernst nimmst
- Pflanzen und Technik bewusst auswählst
- regelmäßig pflegst und auf ein stabiles Gleichgewicht achtest
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